Immer mehr “Frühchen” kommen zur Welt

- Rund 200 Frühgeborene pro Jahr im KH Schwarzach, Tendenz steigend
- Individuelle und ganzheitliche Betreuung für Kinder und Eltern


Heute, Donnerstag 17.11., ist Welt-Frühgeborenen-Tag. An ihm sollen über Landesgrenzen hinweg die Frühgeburt und ihre Folgen thematisiert werden. Rund jedes zehnte Kind weltweit kommt als Frühgeborenes zur Welt. Auch im Krankenhaus Schwarzach werden jährlich rund 200 “Frühchen” geboren, sie bedürfen einer speziellen Versorgung. Das erst vor zwei Jahren neu eröffnete Kinder- und Jugendspital im Salzburger Pongau legt in seiner Abteilung für Neonatologie besonders großen Wert auf die individuelle und ganzheitliche Betreuung der kleinen Patienten. Die Einbeziehung der Eltern spielt eine wichtige Rolle.

“Von einer Frühgeburt spricht man, wenn die Geburt vor der vollendeten 37. Schwangerschaftswoche stattfindet, also die Schwangerschaft kürzer als 260 Tage oder weniger als 37 abgeschlossene Wochen dauert. Wir sind in Schwarzach auf die Betreuung von Kindern ab der 28. Schwangerschaftswoche ausgerichtet”, erklärt Primar Josef Riedler, Leiter der Abteilung für Kinder- und Jugendmedizin am Schwerpunktkrankenhaus in Schwarzach. “Die Tendenz ist steigend, noch nie seit Bestehen der Frühgeborenen-Station im Jahr 1985 verzeichneten wir eine so hohe Auslastung über einen so langen Zeitraum wie 2016: mehr als 80 Prozent über zehn Monate.“

Optimale Bedingungen in der Station “Sonnenstrahl”
Die Babys wiegen in der Regel weniger als 2.500 Gramm und haben in ihren ersten Lebenswochen oft mit Krankheiten zu kämpfen. Im Bundesland Salzburg ist die Neonatologie in Schwarzach die einzige Einrichtung außerhalb der Landeshauptstadt, die auf die Betreuung von Frühgeborenen und kranken Neugeborenen spezialisiert ist.Mit unserer erstklassig ausgestatteten Frühgeborenen-Station „Sonnenstrahl“ und den auf die Erfordernisse von Früh- und Neugeborenen ausgerichteten anderen Ressourcen des Hauses - unter anderem Labor, Radiologie und Psychologie - können wir optimale Bedingungen für die Betreuung dieser speziellen Patientengruppe bieten”, so Riedler. Die Station verfügt über acht Betten.

Umfassende Unterstützung für Eltern
Besonders wichtig ist laut dem Primar die intensive Einbeziehung der Eltern für den Genesungs- und Reifeprozess ihrer Kinder. “Wir haben die Station daher so gestaltet, dass Mütter und Väter immer ganz in der Nähe ihrer Babys bleiben können”, betont Riedler. “Wir unterstützen die frischgebackenen Eltern auch, in dem wir sie behutsam auf die Zeit nach dem Krankenhaus vorbereiten. Somit können sie ihr Baby zu Hause gut selbst versorgen – auch ohne medizinisches Personal. Großen Wert legen wir zudem auf das Thema Stillen. Darum haben wir ein beruhigendes Ambiente geschaffen, in dem entspanntes Stillen ermöglicht wird, und auch speziell ausgebildete Stillberaterinnen eingestellt.”

Kooperation mit SALK, Mitversorgung von Frühchen in Zell am See
Zur guten Infrastruktur in Schwarzach kommt eine enge Zusammenarbeit mit dem Neonatologiezentrum der SALK in der Stadt Salzburg. Pro Jahr werden bis zu zehn Frühgeborene und kranke Neugeborene zur hochspezialisierten Versorgung von Schwarzach nach Salzburg verlegt. Dabei handelt es sich um extrem unreife Frühgeborene oder Neugeborene mit speziellen Erkrankungen. Und seit 2008 wird das Tauernklinikum Zell am See kinderärztlich durch das KH Schwarzach konsiliarisch mitversorgt. Täglich ist ein Facharzt für Kinderheilkunde aus Schwarzach in Zell vor Ort, um insbesondere die Betreuung von Neugeborenen sicherzustellen. Im Rahmen dieser Kooperation werden auch kranke Neugeborene aus Zell am See übernommen oder Mütter bei drohender Frühgeburt nach Schwarzach verlegt.

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