Bedrohungsszenario Terror: KH Schwarzach testet neuen Katastrophen-Plan

- Abläufe im Falle eines konkreten Anschlags trainiert
- Pongauer Spital mit neuem Katastrophen-Plan Vorreiter im Bundesland Salzburg
- Umfassendes Konzept zur Bewältigung schwerwiegender Großereignisse erstellt

(14.12.2016, Schwarzach/Salzburg) - Im Krankenhaus Schwarzach wurde gestern (Dienstag, 13.12.) eine Katastrophenübung durchgeführt. Angenommen wurde eine akute Terrorlage nach einem Anschlag auf den Bahnhof Schwarzach mit mehreren Verletzten. Im Lauf der rund zweistündigen Übung wurde auch eine konkrete Bedrohung des Spitals selbst “inszeniert”. Eingebunden waren rund 50 Mitarbeiter sowie Vertreter von Bezirkshauptmannschaft, Polizei, Rotem Kreuz und Bundesheer. Das Pongauer Spital hat in den vergangenen Monaten einen neuen umfassenden Plan erarbeitet, der das Vorgehen beim Eintreten von externen und internen Großereignissen und Katastrophen regelt.

“Mit unserem detailreichen Konzept zur Krisenbewältigung, das sich auf dem neuesten internationalen Wissensstand befindet, sind wir in diesem Bereich Vorreiter im Bundesland Salzburg”, erklärt Ludwig Gold, Geschäftsführer im Krankenhaus Schwarzach. “Wir bereiten uns damit auch auf Situationen vor, die uns bislang noch nicht betroffen haben, in Zukunft aber durchaus realistisch sein können. Konkret meine ich damit: Terrorismus. Als Traumazentrum der ‚Versorgungsregion 52 Pongau, Pinzgau, Lungau‘ wollen wir für alle Notfälle bestens vorbereitet sein.”

Vorbereitung auf bedrohliche Großereignisse und Katastrophen

Der sogenannte “OGK-Plan” (Organisation Großereignisse und Katastrophen) des Krankenhauses Schwarzach reicht viel weiter, als sonst übliche Notfallpläne und umfasst sowohl externe als auch interne Großereignisse. In der mehrstufigen Planung werden von der Alarmierung über die Organisation der Krisenstäbe bis hin zur Kommunikation nach innen und außen zahlreiche Details genau beschrieben. Im Zentrum stehen die reibungslosen Abläufe zur Versorgung der Patienten, der Schutz aller Mitarbeiter und Einsatzkräfte, die wirkungsvolle Koordination aller internen und externen Ressourcen sowie die Wahrung der vielfältigen Informationsbedürfnisse.

Verbesserung durch Training

“Alle Planung und Schulung der Mitarbeiter nützt jedoch nichts, wenn wir die Abläufe nicht auch regelmäßig ganz konkret trainieren”, betont Unfallchirurg OA Michael König, Leiter der gestrigen Katastrophenübung. “Nur so können wir möglich Schwachstellen in der Rettungskette identifizieren und künftig vermeiden sowie Verbesserungen in unsere Planung einarbeiten.” König zeigte sich mit der absolvierten Übung sehr zufrieden. Umgesetzt wurde diese gemeinsam mit der Strobler Trainingsagentur Tetra, die neben den Darstellern der zum Teil schwer Verletzten auch externe Anrufe von Angehörigen und Medien “simulierte”.


Bilder: Krankenhaus Schwarzach.

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