Die Barmherzigen Schwestern Schwarzach

Sr. Mathilde Feyersinger

Sr. Maria Auer

Wie sich Vinzenz und Louise von der Not der Armen angerufen fühlten erging es auch Kardinal Schwarzenberg und dem Bürger-mädchen Magdalena Preisinger. Magdalena fühlte sich durch eine Predigt angesprochen, ihr Leben in den Dienst der leidenden Menschen zu stellen. Kardinal Schwarzenberg wollte Inner Gebirg eine Einrichtung für alte und kranke Menschen schaffen. So sandte er Magdalena Preisinger mit fünf Gesinnungs-gefährtinnen in das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern in München zur beruflichen und geistlichen Ausbildung. Sie kehrten 1844 in Begleitung einer erfahrenen Münchner Schwester Aloisa Aigner nach Salzburg zurück. Inzwischen hatte der Kardinal in Schwarzach das Missionshaus der Benediktiner saniert.

Am 20. August 1844 begannen die Schwestern in Schwarzach ihr Werk im Sinne des Hl. Vinzenz. Die kleine vinzentinische Pflanzung wuchs und bald kamen andere Dienste dazu. Die Schwestern verehrten Vinzenz von Paul als ihren Schutzpatron. Als sie erfuhren, dass in Paris eine Schwesterngemeinschaft bestehe, die der Hl. Vinzenz von Paul gemeinsam mit der Hl. Louise von Marillac gegründet habe, nahmen sie Kontakt mit der weltweiten Gemeinschaft der Töchter der christlichen Liebe auf. Im Jahre 1882 kam es zur Vereinigung mit der Ursprungsgemeinschaft in Paris. Seit dieser Zeit sind wir eine der weltweit über 70 Provinzen.

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Wir sind hier in Schwarzach eine kleine Gemeinschaft und bemü-hen uns, im vin-zentinischem Geist unsere beruflichen Aufgaben in der Leitung des Hauses, im Dienst in der Pflege und im Stillen zu verwirklichen. Um diese als geistliche Schwester gut auszuführen, ist für uns das gemeinschaftliche schwesterliche Leben und das Gebet sehr wichtig. So beinhaltet unser Tagesablauf Zeiten des gemeinsamen Beisammenseins, gemeinsame Mahlzeiten und Treffen in ungezwungener Atmosphäre - Rekreation genannt. Unsere Zeiten des Gebetes sind die Eckpfeiler des Tages, welche morgens mit einem gemeinsamen Morgenlob und einer gemeinsamen Eucharistiefeier beginnen und im Abendlob, der Vesper, wo wir unseren Tag zurück vor Gott bringen, enden.

"Gott bittet jeden einzelnen um den Dienst an den Armen. Sie sind unsere Herren. Deshalb muß man sie mit Milde und Herzlichkeit behandeln. Sorgt, so gut ihr könnt, dass ihnen nichts fehlt, weder für den Leib noch für die Seele. Begegnet ihnen mit Hochachtung, wie unserem Herrn, der sagt: "Was ihr für einen meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan". So ist es tatsächlich unser Herr, der den Dienst entgegenimmt, den ihr einem Kranken erweist. Ihr müßt euch also nicht nur vor Rauhheit und Ungeduld in acht nehmen, sondern seid bestrebt, den Kranken mit Freundlichkeit zu dienen." Hl. Vinzenz von Paul

Die Abteilungen
Die med. Abteilung stellt sich vor
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