Zubereitung eines Leinsamenwickels

Der Leinsamenwickel wird in unserem Haus speziell bei Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung) angewendet. Der warme Leinsamen ermöglicht einen leichteren Abfluss von Schleim und Eiter und wirkt somit schmerzlindernd. Die Zubereitung erfolgt folgendermaßen: Leinsamen mit Wasser (1 Teil Leinsamen/2 Teile Wasser) aufkochen und den Brei auf kleine Leinenflecke oder eine Küchenrolle auftragen. Fleckerl zusammenlegen und auf die betroffenen Regionen (Stirn, Wangen) auflegen. Solange diese "Päckchen" Wärme spenden, auf dem Gesicht belassen. Zusätzlich kann Wärme mittels Rotlicht oder Wärmelampe zugeführt werden.

Zubereitung eines Krenwickels

Der Krenwickel unterstützt die Schleimlösung und den Sekretabtransport. Die Zubereitung erfolgt folgendermaßen: Kren reissen, auf einen Leinenfleck geben, zusammenlegen und Päckchen im Nacken für höchstens 4 Minuten auflegen. VORSICHT: Bei sensibler Haut kann es zu Hautreizungen kommen. Deshalb immer wieder die Haut kontrollieren bzw. nach Abschluss der Therapie die Haut mit Öl pflegen.

"Hausmittel" bei Durchfall

Heidelbeertee

3 EL getrocknete Heidelbeeren in 1/2 l kaltes Wasser geben, 2-3 min kochen lassen, anschließend 10 min ziehen lassen, abseihen und trinken.

Geriebener Apfel

Apfel schälen, fein reiben, braun werden lassen und essen. (Die im Apfel enthaltenen Pektine quellen auf, umschließen die für den Durchfall verantwortlichen Bakterien und werden mit dem Stuhl ausgeschieden).

Schokowasserpudding

Schokopudding wie in Anleitung auf der Packung zubereiten, nur anstelle von Milch und Zucker, Wasser und Süßstoff verwenden. (Schmeckt besser, wenn man ein wenig Vanillepuddingpulver dazugibt - genauso kann man Wasserkakao zubereiten - echtes Kakaopulver verwenden und Süßstoff).

Bioaktive Substanzen

Dass Obst und Gemüse gesund sind, weiß mittlerweile jedes Kind. Dass aber Obst- und Gemüsetiger ein geringeres Risiko haben, an Krebs oder auch Herz-Kreislauf-Störungen zu erkranken, ist relativ neu. Zurückzuführen ist das auf die sogenannten „bioaktiven Substanzen“, die erst seit relativ kurzer Zeit von Wissenschaftern genauer unter die Lupe genommen werden.

Einige Anregungen, wie Sie sich optimal mit bioaktiven Substanzen versorgen können:

  • 1. Täglich 5 Portionen von der Pflanze: zum Beispiel 2 – 3 Stück Obst, 1 Portion Salat und 1 – 2 Portionen Gemüse
  • 2. Sowohl gegartes als auch rohes Gemüse abwechselnd auf den Tisch bringen
  • 3. Verschiedene kalt gepresste Pflanzenöle verwenden
  • 4. Zum Kochen von Gemüse nur wenig Wasser verwenden, noch besser ist es Gemüse bissfest zu dünsten
  • 5. Lange Warmhaltezeiten vermeiden, lieber rasch abkühlen und dann die benötigte Portion aufwärmen
  • 6. Obst mit der Schale essen (vorher gründlich waschen)
  • 7. statt Weißmehl öfter Vollkornmehle verwenden, Vollkornteigwaren und Naturreis bevorzugen
  • 8. Reichlich mit frischen Kräutern würzen
  • 9. Essen Sie abwechslungsreich: am Teller darf es ruhig so bunt wie der Regenbogen sein!

Die Schutzfunktion der bioaktiven Substanzen kommt nur bei einer gleichzeitig bedarfsgerechten Versorgung mit allen essentiellen Nährstoffen optimal zu Geltung. Das bedeutet eine überwiegend pflanzlich orientierte Ernährung in der auch die Milch und Milchprodukte nicht fehlen dürfen. Mit 2 – 3 mal pro Woche Fleisch und Wurst, 1 mal pro Woche Fisch und einer gezielten Auswahl hochwertiger Pflanzenöle sind Sie mit allen wichtigen Stoffen versorgt. Die verschiedenen sekundären Pflanzenstoffe unterstützen sich gegenseitig in ihrer Wirkung, wie sinnvoll die Einnahme von isolierten bioaktiven Substanzen in Form von Kapseln oder Pulver ist, bleibt eher fragwürdig.

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