Knietotalendoprothesen

Wann wird ein künstliches Kniegelenk notwendig?

In den allermeisten Fällen liegt eine Abnützung des Gelenksknorpels (Arthrose) vor, so dass dann Knochen auf Knochen reibt. Dies verursacht Schmerzen. Die Ursache für diese Knorpelabnützung kann meist nicht gefunden werden. Der Arzt kann die Abnützung am Röntgenbild erkennen.

Für den Betroffenen äußert sich die Abnützung durch Schmerzen, meistens an der Innenseite des betroffenen Knies. Typischerweise kommt es dabei zu verstärkten Schmerzen beim Aufstehen nach längerem Sitzen oder am Morgen. Bei starker Abnützung kommt es auch zu Schmerzen in Ruhe bzw. in der Nacht, wodurch häufig die Nachtruhe gestört ist. Meistens kommt es auch zu einer Bewegungseinschränkung des betroffenen Kniegelenkes. Die Entscheidung zur Operation muss je nach Beschwerden im Einzelfall von Patient und Arzt gemeinsam getroffen werden.
   

Wie lange dauert die Operation?

Die Implantation einer Knietotalendoprothese dauert ca. 60 bis 90 Minuten.
  

Welche Narkose wird bei der Operation verwendet?

Die Operation kann sowohl in Vollnarkose als auch Lumbalanästhesie (Kreuzstich) durchgeführt werden. Jeder Patient wird vor der Operation von einem erfahrenen Narkosearzt beraten. Zusätzlich bestehen auch die Möglichkeiten modernster Verfahren der Schmerzbekämpfung des unmittelbar nach der Operation auftretenden Wundschmerzes.
 

Wie gestaltet sich der Aufenthalt im Krankenhaus?

Am Tag der Operation und am Tag danach muss der Patient im Bett bleiben, am zweiten Tag ist es bereits möglich sich aufzusetzen und am dritten Tag kann man bereits mit Stützkrücken aufstehen. In weiterer Folge werden unter der Anleitung von erfahrenen Physiotherapeuten das teilbelastende Gehen und das Stiegensteigen erlernt. Zusätzlich wird durch intensive Heilgymnastik wieder eine zufriedenstellende Beweglichkeit erzielt. Am zehnten Tag werden die Wundklammern entfernt, danach kann man wieder duschen, nachdem die Krusten abgefallen sind auch wieder baden.
   

Wie lange ist man im Krankenhaus?

Üblicherweise kann die Entlassung am zwölften Tag nach der Operation erfolgen.
  

Wie ist der weitere Verlauf?

In den ersten 6 Wochen nach der Operation muss man mit Stützkrücken unter Teilbelastung gehen, das heißt, man sollte nicht mehr als 20-30 kg Belastung auf das betroffene Bein bringen. Für diese Zeit muss man zur Vermeidung einer Thrombose einmal täglich eine Tablette zur Thromboseprophylaxe einnehmen. Nach drei Monaten ist eine Kontrolle in unserer Ambulanz vorgesehen, zu der die Patienten aktuelle Röntgenbilder mitbringen.

Danach ist nur einmal pro Jahr eine Kontrolle mit aktuellen Röntgenbildern vorgesehen. Noch während des stationären Aufenthaltes wird von den Stationsärzten ein Kurantrag gestellt. Die Kur kann dann ca. acht bis zwölf Wochen nach der Operation angetreten werden.
   

Welches Material wird verwendet?

Am Oberschenkelknochen wird eine Kufe aus einer Metalllegierung mittels Knochenzement verankert, am Unterschenkelkopf wird eine Metallplatte ebenfalls mit Knochenzement verankert. Als Gleitfläche wird ein Kunststoffteil eingepasst. Wenn der Knorpel an der Kniescheibe ebenfalls abgenutzt ist, wird er durch eine mit Zement verankerte Kunststoffscheibe ersetzt.
   

Wie lange ist die Lebensdauer der verwendeten Materialien?

Nach unserem derzeitigen Wissenstand ist die durchschnittliche Lebensdauer einer Knietotalendoprothese ca. 12 bis 15 Jahre. In Einzelfällen kann es auch früher zu einer Auslockerung der Prothese kommen.
   

Welche Sportarten kann man mit einer Knietotalendoprothese ausüben?

Im Prinzip kann man nahezu alle Sportarten wieder ausüben, es sollten jedoch Extremsportarten vermieden werden. Ideal zum Muskelaufbau und -erhalt sind Schwimmen und Radfahren.
  

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