Nierenuntersuchungen

1. ING (Isotopennephrogramm)

Der große Vorteil nuklearmedizinischer Untersuchungen, den Funktionszustand von Organen beurteilen zu können, kommt hier besonders zum Tragen. Nach Injektion des Tracers wird eine dynamische Aufnahme über ca. 30 min. durchgeführt, dadurch ist eine Aussage über Nierendurchblutung, Gewebsfunktion und Ausscheidungsverhalten mit Berechnung des Funktionsanteiles jeder Niere möglich.

Indikationen

  • Bestimmung der seitengetrennten Nierenfunktion, z.B. bei Schrumpfnieren oder bei geplanter Nierentransplantation
  • Nachweis von Harnabflussstörungen
  • Abklärung des Bluthochdruckes mit Nachweis von Nierengefäßverengungen durch Bestätigung einer gestörten Durchblutung
  • Spezielle pädiatrische Fragestellung
  • Lageanomalien
      

2. Lasix-Diuresenephrogramm

Beurteilung, ob nach Gabe eines Entwässerungsmittel eine Verbesserung einer Ausscheidungsstörung möglich wird.
   

3. DMSA-Nierenszintigramm

Nach Injektion kommt es zur Anreicherung (Speicherung) im Bereiche des Nierengewebes, vor allem der Nierenrinde. Ca. 3 Stunden nach Injektion erfolgen die Aufnahmen, es kann Form, Lage, Größe und Speicherverhalten der Nieren beurteilt werden. Speicherausfälle der Nieren weisen vor allem auf Narbenbildungen hin.

Haupteinsatzgebiete

  • Verdacht auf Narbenbildungen bei chronischen Harnwegsinfekten vor allem in der Kinderheilkunde
  • Für den pädiatrischen Urologen ist das Ergebnis der Untersuchung von großer Bedeutung für weitere Therapiemaßnahmen.
       
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